Management des politischen Dialogs
Die Abteilung „Politik und Außenbeziehungen“ in Stuttgart ist unsere zentrale Koordinierungsstelle für den Dialog mit der Politik. Sie verfügt über Außenbüros in Berlin, Brüssel, Moskau, Peking, Tokio und Washington sowie in über 30 weiteren Daimler-Konzernrepräsentanzen in wichtigen Märkten. Wir legen Wert auf eine einheitliche Kommunikation mit politischen Entscheidungsträgern. Sie muss geltenden rechtlichen Vorschriften folgen und unsere Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Lobbying einhalten. Die Interessen unseres Unternehmens in ethisch einwandfreier Weise wahrzunehmen und dabei die Interessen unserer Stakeholder zu achten ist hierbei oberste Maxime. Dazu zählt auch die Neutralität im Umgang mit politischen Parteien und Interessenvertretungen. So pflegen wir mit allen Fraktionen demokratischer Parteien gleichermaßen Gespräche, setzen aber in den letzten drei Monaten vor Wahlen keine öffentlichkeitswirksamen Termine mit Politikern mehr an. Bei Zuwendungen an politische Parteien halten wir uns strikt an die Gesetze sowie an die 2006 eingeführte unternehmensinterne Bestimmung, dass Parteispenden vom Bereich Politik und Außenbeziehungen zu prüfen und vom Vorstand zu genehmigen sind.
Auf der Agenda unserer Dialogaktivitäten stehen unter anderem umwelt- und verkehrspolitische sowie wirtschaftspolitische Themen (Wettbewerb, internationale Handels- und Investitionsfragen, Schutz geistigen Eigentums). Dazu kommen Fragen, die die Umsetzung technischer Innovationen, die Fahrzeugsicherheit und die Förderung wirtschaftlicher Entwicklung betreffen.
Ein spezielles Augenmerk im politischen Dialog legen wir aktuell auf die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erneuerungsprozessen im Sinne von Nachhaltigkeit. Denn von politischen Weichenstellungen, die hier getroffen werden, ist im Kern auch die längerfristige strategische Ausrichtung unseres Unternehmens berührt, z. B. im Bereich von Emissions- und Sicherheitsvorschriften. Um für uns mehr Planungssicherheit zu schaffen und unsere Ideen in diese Veränderungsprozesse einzubringen, platzieren wir gezielt Themen wie neue Mobilitätskonzepte, Elektromobilität oder Leichtbau bei den Entscheidungsträgern, die für die industriepolitische und infrastrukturelle Umsetzung verantwortlich sind. In diesem Kontext ist auch Daimlers Mitwirkung bei der BDI-Klimainitiative zu sehen, wo das Unternehmen im Oktober 2010 (wie inhaltlich im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP16 in Cancun) an der ESMT in Berlin eine „Klima-Akademie“ durchgeführt hat.
Auch Themen, die in Zusammenhang mit integrem Geschäftsgebahren stehen, haben im politischen Dialog an Bedeutung gewonnen. Die Erörterung dieser Themenstellungen in regionalen und überregionalen Verbänden (wie dem europäischen Automobilverband ACEA, der US-amerikanischen Alliance of Automotive Manufacturers AAM oder dem Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA), in Initiativen (wie der „Initiative Wirtschaft und Klimaschutz“ des Bundesverbandes der Deutschen Industrie BDI), in Thinktanks sowie Industrie- und Handelskammern ist diesem Prozess in der Regel vorgelagert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Ergebnisse erzielt werden, die nicht singuläre Unternehmensinteressen vertreten, sondern der gesamten Gesellschaft zugute kommen und im übergeordneten Kontext der Ordnungspolitik stehen.
Auch Themen, die in Zusammenhang mit integrem Geschäftsgebahren stehen, haben im politischen Dialog an Bedeutung gewonnen. Die Erörterung dieser Themenstellungen in regionalen und überregionalen Verbänden (wie dem europäischen Automobilverband ACEA, der US-amerikanischen Alliance of Automotive Manufacturers AAM oder dem Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA), in Initiativen (wie der „Initiative Wirtschaft und Klimaschutz“ des Bundesverbandes der Deutschen Industrie BDI), in Thinktanks sowie Industrie- und Handelskammern ist diesem Prozess in der Regel vorgelagert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass Ergebnisse erzielt werden, die nicht singuläre Unternehmensinteressen vertreten, sondern der gesamten Gesellschaft zugute kommen und im übergeordneten Kontext der Ordnungspolitik stehen.
Neben fahrzeugspezifischen Fragen setzt Daimler darüber hinaus bewusst auch gesellschaftliche Nachhaltigkeitsthemen auf die Agenda von Gremien, in denen wir aktiv sind. Beispiel hierfür sind:
- Ein VDA-Ausschuss diskutiert auf Daimler-Initiative – als ein Ergebnis aus dem Stakeholder Dialogue 2009 – gemeinsame Engagements der Mitgliedsfirmen zu Menschenrechten.
- Ebenso mit Menschenrechten beschäftigt sich eine Initiative von Econsense, in der wir aktiv mitwirken.
- In der internationalen Handelskammer (ICC) sind wir Mitglied der „Commission on Business Responsibility and Anti-Corruption“, wobei ein Schwerpunkt unseres Engagements eine Initiative für vergleichbare und pragmatisch handhabbare Nachhaltigkeitsstandards im B2B-Geschäft ist.
Über den nationalen politischen Dialog hinaus wollen wir auch zur Förderung der internationalen, insbesondere der transatlantischen Zusammenarbeit beitragen. Seit 2006 sind wir Partner des Brüsseler Forums des German Marshall Fund – einer Veranstaltungsreihe für Führungseliten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Außerdem fördern wir zahlreiche renommierte Thinktanks wie die Brookings Institution und das Zentrum für transatlantische Beziehungen (beide in Washington) und die Stiftung Wissenschaft und Politik (Berlin).