Diversity-Strategie und -Organisation
Unterschiedlichkeit fördern, Verbindungen schaffen, Zukunftsfähigkeit gestalten – mit dieser Maxime bekennt sich Daimler zu Vielfalt und Diversity-Management. Diversity-Management ist für uns ein Erfolgsfaktor, unter sozialen wie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Denn nur wenn vielfältige Kompetenzen und Talente im Unternehmen zusammenwirken, kann dieses ein sicheres Gespür für Zukunftsmärkte entwickeln. Diversity-Management bedeutet auch, auf die unterschiedlichen Gegebenheiten an den verschiedenen Standorten der Welt, in denen wir tätig sind, gemäß dem Motto „Think global - act local“ einzugehen.
Um der strategischen Bedeutung von Diversity gerecht zu werden, hat Daimler bereits 2005 Diversity-Management als Linienaufgabe etabliert und eine Diversity-Organisation aufgebaut. Diese setzt sich aus Global Diversity Council (GDC), dem Global Diversity Office (GDO) und den Diversity Officers in den Geschäftsbereichen zusammen. Das GDC besteht aus Vorstandsmitgliedern und hochrangigen Führungskräften. Als Entscheidungsgremium legt es auf Basis der vom GDO erarbeiteten strategischen Ausrichtung Maßnahmen zur Einführung und nachhaltigen Verankerung von Diversity-Management fest. Diese werden in Zusammenarbeit mit den Diversity Officers der Geschäftsbereiche, den Führungskräften sowie den Personalbereichen umgesetzt.
Handlungsfelder und Ziele unseres Diversity-Managements. Als ersten Handlungsschwerpunkt haben wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen gewählt (Gender Diversity). Bis 2020 wollen wir den Anteil von Frauen in leitenden Führungspositionen bis 2020 weltweit auf 20 Prozent steigern. Wir verfolgen dieses anspruchsvolle Ziel im Sinne eines evolutionären Prozesses. Verschiedene Betriebsvereinbarungen, die die Handlungsfelder Chancengleichheit abdecken, bilden die Basis hierfür. Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es bei Daimler nicht. Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ ist in unseren Grundsätzen zur sozialen Verantwortung sowie in einer Gesamtbetriebsvereinbarung festgeschrieben.
Daneben richten wir den Blick auf viele weitere Facetten der Vielfalt. Hierzu gehören Themen wie Generationenmanagement und Internationalität. Bei all dem setzen wir auf ein Maßnahmenbündel, das neben speziellen Fördermaßnahmen für Frauen auch Initiativen für alle Führungskräfte sowie die gesamte Belegschaft umfasst.
Erhöhung des Frauenanteils. Bereits seit 2001 gilt die Betriebsvereinbarung, die Zielkorridore für den Anteil von Frauen in allen Tätigkeitsbereichen der Tarifbeschäftigten vorgibt. Die Unternehmensleitung hat darüber hinaus Zielkorridore zur Erhöhung des Anteils von Frauen in leitenden Führungspositionen festgelegt.
Anteil der Frauen in der Daimler AG
| Angaben in Prozent | Stand 31.12.2008 |
Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2010 |
Zielkorridore der BV (2006–2010) |
|---|---|---|---|---|
| Belegschaft | 12,9 | 13,1 | 13,5 | 12,5-15 |
| Angestellte | 24,1 | 24,2 | 24,3 | - |
| Ausbildung | 20,2 | 20,7 | 20,6 | 20-24 |
| Gewerblich-technische Berufsausbildung |
11,2 | 11,7 | 11,3 | 11-14 |
| Führungsfunktion Ebene 4 | 11,2 | 11,7 | 12,4 | 10-14 |
| Anteil der Frauen in leitenden Führungspositionen |
7,8 | 8,3 | 8,9 |
| Angaben in Prozent | Stand 31.12.2008 | Stand 31.12.2009 | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Belegschaft | 14,6 | 14,9 | 15,2 |
| Arbeiter | 5,7 | 4,9 | 5,5 |
| Angestellte | 25,4 | 25,9 | 26,4 |
| Ausbildung | 20,1 | 20,4 | 21,1 |
| Führungsfunktion Ebene 4 | 11,9 | 12,3 | 13,0 |
| Leitende Führungspositionen | 7,6 | 8,0 | 9,0 |
Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen. In den vergangenen Jahren stieg die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bei der Daimler AG leicht an, obwohl die Zahl der Beschäftigten zurückging. Im Jahr 2009 betrug der anrechenbare Gesamtumsatz im Rahmen der Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten und diesen gleichgestellten Werkstätten 25,6 Mio. Euro. Davon hätten bei einer nicht ausreichenden Quote 4,2 Mio. Euro berücksichtigt werden können.
| Angaben in Prozent jeweils zum 31.12. | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Beschäftigungsquote | 5,34 | 5,44 | 5,74 |
Diversity-Management als Kriterium zur Leistungsbeurteilung. Die Förderung von Diversity-Management zählt zu den Beurteilungskriterien bei der jährlichen Leistungs- und Potenzialbewertung unserer Führungskräfte. Der regelmäßige Austausch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern unterstützt einen flächendeckenden Kompetenzaufbau: Diversity-Management soll als Teil des „genetischen Codes“ unseres Unternehmens zur Selbstverständlichkeit werden.
Charta der Vielfalt. Auch im Jahr 2010 haben wir uns für die Charta der Vielfalt engagiert, die wir im Dezember 2006 gemeinsam mit der Bundesregierung, der Deutschen Bank, der Deutschen Telekom und der Deutschen BP ins Leben riefen. Mit ihrer Gründung haben wir unser Bekenntnis zu Diversity-Management unterstrichen. Wir stellen uns den damit verbundenen Herausforderungen und regen den gesellschaftlichen Diskurs darüber an. Mittlerweile haben weit über 600 Unternehmen, Verbände, Kommunen und Vereine die Charta unterzeichnet.