Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltigkeitsmanagement ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der dazu dient, unser Nachhaltigkeitsprogramm systematisch zu steuern und dessen Ziele nachprüfbar umzusetzen. Wir haben unsere Führungs- und Organisationsstrukturen darauf abgestimmt und klare Verantwortlichkeiten in allen Geschäftsfeldern geschaffen. Unsere Nachhaltigkeitsziele sind in unserem Management- und Führungssystem verankert und in Zielvereinbarungen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten hinterlegt.

Nachhaltigkeit Governance bei Daimler

Grafik vergrößern

Unser zentrales Managementgremium für Nachhaltigkeit ist das Corporate Sustainability Board (CSB), das von Dr. Christine Hohmann-Dennhardt (im Vorstand verantwortlich für Integrität und Recht) und Prof. Dr. Thomas Weber (im Vorstand verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung) geleitet wird. Die Geschäftsführung hat Prof. Dr. Herbert Kohler (Leiter Konzernforschung & Nachhaltigkeit sowie Umweltbevollmächtigter). Die operative Arbeit leistet das Corporate Sustainability Office (CSO) mit Vertretern aus den Fachbereichen und Geschäftsfeldern.

Eine besondere Bedeutung kommt in unserer Nachhaltigkeitsstrategie der breiten und nachhaltigen Verankerung einer Kultur der Integrität zu. Unsere Verhaltensgrundsätze und Leitlinien dafür haben wir in unserer Richtlinie für integres Verhalten formuliert. Sie wird ergänzt durch weitere interne Grundsätze und Richtlinien, die unseren Beschäftigten im hochkomplexen betrieblichen Alltag helfen, jeweils die richtigen Entscheidungen zu treffen. In der Einheitlichen Regelungsdatenbank (ERD) sind alle konzerninternen Richtlinien und betrieblichen Vereinbarungen zusammengefasst und jedem Mitarbeiter zugänglich. Die ERD ist in 10 Sprachen, die Richtlinien sind in bis zu 23 Sprachen verfügbar.

Eine grundsätzliche Richtschnur für unsere Geschäftsstätigkeit stellen die zehn Prinzipien des UN Global Compact dar, dem wir als Gründungs- und LEAD-Teilnehmer besonders verbunden sind. Unsere internen Grundsätze und Richtlinien bauen auf diesem internationalen Referenzrahmen und anderen internationalen Prinzipien auf.

  • House of Policies: Richtlinienmanagement für mehr Orientierung und Sicherheit im Tagesgeschäft

    2008 hat unser Vorstand ein neues Richtlinienmanagement beschlossen. Zu diesem Zweck wurde als konzerninterne Plattform das House of Policies geschaffen: Alle konzerninternen Richtlinien und betrieblichen Vereinbarungen sind hier in einer nutzerfreundlichen digitalen Einheitlichen Regelungsdatenbank (ERD) zusammengefasst, die für jeden Mitarbeiter zugänglich ist. Die ERD ist in 10 Sprachen, die Richtlinien sind in bis zu 23 Sprachen verfügbar.

    Im Zuge des neuen Richtlinienmanagements haben wir die einzelnen Richtlinien standardisiert und ihre Anzahl um rund 71 Prozent auf derzeit rund 560 reduziert. Zudem ist eine mitarbeiterspezifische Filterung möglich: Mithilfe der Funktion „Meine Regelungen“ lassen sich ausschließlich die betrieblichen Vereinbarungen und Richtlinien anzeigen, die für einen ausgewählten Mitarbeiter in seiner Funktion gelten. In Folge dieser Maßnahmen gelten jetzt im Durchschnitt pro Mitarbeiter nur noch 41 Richtlinien. Die neue ERD zeichnet sich zudem durch eine ergonomische Benutzeroberfläche aus und verfügt über eine neue treffsichere Suchfunktion sowie eine „Keep me Posted“-Funktion (informiert den User per E Mail über Änderungen einer Regelung).

    Das House of Policies hat den Prozess zur Richtlinienerstellung optimiert und strenge Qualitätskriterien definiert. Dadurch wird auch die Lesefreundlichkeit von Richtlinien verbessert. So wird jede konzernweit gültige Richtlinie vor ihrer Veröffentlichung Testlesern vorgelegt, um die Anwendbarkeit und Verständlichkeit für die Zielgruppe zu prüfen.

    Bewusstseinsbildung. In einer mehrstufigen Kommunikationskampagne haben wir weltweit alle Daimler-Mitarbeiter auf die ERD und ihre neuen Funktionen hingewiesen. Dazu wurden auf der Intranet-Seite des House of Policies zwei Kurzvideos bereitgestellt. Zudem können Mitarbeiter, die in den Prozess der Richtlinienerstellung und überarbeitung involviert sind, bei Bedarf an einem E-Training teilnehmen. Ansprechpartner für Richtlinien und Richtlinienmanagement sind in der ERD hinterlegt.

Kultur der Integrität

Erklärung UN Global Compact Lead Participant

Grundlagen und Richtlinien unseres Nachhaltigkeitsmanagements

Grafik vergrößern

Als Instrument zur Steuerung der wesentlichen Nachhaltigkeitsziele setzen wir seit 2011 eine Sustainability Scorecard ein. Sie signalisiert über eine Ampelsystematik Handlungsbedarf und Erfolge, sowohl für quantitative Indikatoren als auch für qualitative Ziele. So können wir mit der direkten Einbindung der Konzernführung gezielt Maßnahmen ergreifen.

Governance-Strukturen. Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt der Daimler-Konzern über eine zweigeteilte Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Diese beiden Organe arbeiten im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Anspruch einer nachhaltigen Unternehmensführung ist auch auf dieser obersten Führungsebene fest verankert – etwa durch die persönlichen Zielvereinbarungen des Vorstands, die seit dem Geschäftsjahr 2011 durch jährlich neue, nicht finanzielle Indikatoren in den Themenfeldern Integrität und UN Global Compact ergänzt wurden.

Bei der Besetzung unserer Führungsgremien und -positionen berücksichtigen wir Diversity zum Beispiel mit dem Thema Frauenanteil. Dies gilt für den Vorstand ebenso wie für den Aufsichtsrat. Mit drei Frauen auf der Anteilseignerseite sowie zwei Frauen auf Seiten der Arbeitnehmervertretung hat Daimler die von der Großen Koalition geforderte Geschlechterquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen nahezu erreicht. Seit Februar 2011 wird das Vorstandsressort Integrität und Recht bei der Daimler AG von einer Frau verantwortet. Der Frauenanteil im Vorstand beträgt derzeit infolge der Erweiterung des Vorstands von sieben auf acht Mitglieder zum 01.01.2015 12,5 Prozent. Darüber hinaus haben wir uns bis zum Jahr 2020 das Ziel von 20 Prozent Frauenanteil in leitenden Führungspositionen gegeben. Der Anteil hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen und lag Ende 2014 bei gut 14 Prozent (weltweit). Für das Jahr 2015 haben wir uns erneut ein Wachstum von einem Prozentpunkt zum Ziel gesetzt.

Vergütungsbericht: GB 2014

Bericht des Aufsichtsrats: GB 2014

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Vermeidung von Interessenkonflikten im Corporate Governance Bericht: GB 2014

Förderung von Frauen in Führungspositionen: PDF-Datei (5,4 MB)