Risikovorsorge

Das Vorsorgeprinzip ist als Handlungsleitlinie zur Risikoprävention in Grundsätzen und Initiativen wie dem UN Global Compact ausgeführt. Aktives Risikomanagement heißt für uns, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent anzugehen. Zu diesem Zweck haben wir Steuerungs- und Kontrollsysteme etabliert, die – auch im Sinne der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften – zu einem einheitlichen und konzernweiten Risikomanagementsystem zusammengefasst sind. Als wesentliche Risikokategorien betrachten wir unter anderem Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensspezifische Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Risiken aus Garantien, rechtliche Risiken sowie Compliance- und Reputationsrisiken innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Organisation und Verantwortung. Unser Group Risk Management Committee (GRMC) ist eine Plattform zur Sicherstellung einer umfassenden Risikobetrachtung und Würdigung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken. Es definiert und gestaltet die Rahmenbedingungen des konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems und prüft die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit der eingesetzten Prozesse. Die Verantwortung für das operative Risikomanagement liegt direkt in den Geschäftsfeldern, konzernweiten Funktionen und rechtlichen Einheiten. Aufgabe der jeweiligen Verantwortlichen ist es, für den Bereich relevante Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung und -reduzierung zu entwickeln, umzusetzen und zu überwachen. Die Risiken werden dokumentiert und an das Konzernrisikomanagement weitergegeben, das die Informationen verarbeitet und für das GRMC, den Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung stellt.

Weitere im Kontext des Risikomanagements etablierte Initiativen sind unser Compliance Risk Assessment, die Integritätsprüfungen von Geschäftspartnern, Umweltrisikoanalysen an unseren Produktionsstandorten und die Berücksichtigung von Verbraucherschutzaspekten in unserem Qualitätsmanagement. Das proaktive Vorgehen wird auch durch die systematische Integration der Umweltvorsorge in den gesamten Lebenszyklus unserer Fahrzeuge unterstützt. Im Nachhaltigkeitskontext werden zudem weitere Risiken analysiert – etwa zu Datenschutz und Menschenrechten.

Ausführlicher Risikobericht: GB 2014

Compliance-Risiken und Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern

Lokale Auswirkungen steuern. Bedeutung kommt dem Vorsorgeprinzip auch in Bezug auf die Steuerung der lokalen Auswirkungen unserer Unternehmenstätigkeit zu. Das gilt zum Beispiel für den Umweltschutz in der Produktion: In unserem Umweltmanagementsystem haben wir Strukturen und Prozesse definiert, die für unsere Produktionsstätten rund um die Welt ein transparentes Reporting und klare Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen sicherstellen. Über 98 Prozent unserer Belegschaft arbeitet an Standorten mit einem nach ISO 14001 auditierten und zertifizierten Umweltmanagementsystem. Zudem führen wir regelmäßig Umweltrisikoanalysen (Environmental Due Diligence) an unseren Standorten durch. Seit 2011 bauen wir außerdem ein konzernweites Risikomanagementsystem für Menschenrechte auf.

Betrieblicher Umweltschutz

Menschenrechte