Stakeholder-Dialog

Unsere Geschäftstätigkeit berührt die Interessen zahlreicher Menschen in unterschiedlichen Ländern und Regionen. Daher suchen wir das Gespräch mit allen Anspruchsgruppen, um Erfahrungen auszutauschen und auch kontroverse Themen vorbehaltlos anzugehen. Der Stakeholder-Dialog ist deswegen ein zentrales Element der bereichsübergreifenden Managementverantwortung in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Auszeichnung beim Corporate Responsibility Index 2013 der Bertelsmann Stiftung als branchenübergreifendes Best-Practice-Beispiel zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, den wir konsequent weitergehen werden.

Organisation und Verantwortung. Für die Pflege unserer Stakeholder-Beziehungen haben wir klare Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und themen- beziehungsweise fallbezogene Dialogformen definiert. Neben dem institutionalisierten Dialogmanagement, etwa bei Investor Relations, der Einkaufsorganisation oder der Unternehmenskommunikation, werden der gesellschaftliche Dialog sowie die zentralen Veranstaltungen für den themenbezogenen Dialog vom Sustainability Board und Office koordiniert.

Gezielter Auswahlprozess der Anspruchsgruppen. Als Stakeholder gelten für uns alle Personen und Organisationen, die rechtliche, finanzielle, betriebliche oder ethische Forderungen an die Daimler AG stellen. Kriterium für die Identifikation und Gewichtung ist, inwieweit eine Person oder Gruppe durch Entscheidungen unseres Unternehmens beeinflusst wird beziehungsweise diese Entscheidungen selbst beeinflussen kann. Die wichtigsten Stakeholder sind unsere Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre und Investoren sowie Zulieferer. Aber auch zivilgesellschaftliche Gruppen wie Nichtregierungsorganisationen haben legitime Interessen und häufig eine besondere Expertise, die wir strukturiert aufnehmen und bestmöglich einbeziehen. Gleiches gilt für Analysten, Verbände, Gewerkschaften, Medien, Wissenschaft und Politik sowie Kommunen, Anwohner und Nachbarn an unseren Standorten. G4-24, G4-25

Dialogformen. Wir nutzen für die Einbeziehung unserer Stakeholder unter anderem Online- und Printmedien, Befragungen und Erhebungen, Expertengespräche, Workshops sowie lokale und regionale Dialogveranstaltungen. Zudem wirken wir in Verbänden, Gremien und Nachhaltigkeitsinitiativen mit. Im Berichtsjahr haben wir uns im Rahmen von zwei interdisziplinären Fachtagungen mit jeweils über 80 Experten und Daimler-Vertretern intensiv zu den Themen „Vernetztes Fahren und Datenschutz“ sowie „Verantwortungsvolles Sponsoring“ ausgetauscht. Damit haben wir bewusst gesellschaftliche Diskussionen und einen konstruktiv-kritischen Dialog über für uns besonders aktuelle Nachhaltigkeitsfragen angestoßen. G4-26

Thema „Integrität und Compliance“: PDF-Datei (5,4 MB)

„Daimler Sustainability Dialogue“. Von besonderer Bedeutung ist für uns außerdem der seit 2008 jährlich stattfindende „Daimler Sustainability Dialogue“ in Stuttgart, der verschiedene Anspruchsgruppen mit Vertretern unseres Vorstands und Managements zusammenführt. Im Sinne unserer Zielsetzung, weltweit für die Etablierung und Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards einzutreten, organisieren wir „Daimler Sustainability Dialogues“ inzwischen auch in anderen Ländern. Bislang fanden Veranstaltungen in China, den USA und Japan statt. Eine weitere Internationalisierung, in enger Kooperation mit den jeweiligen Landesgesellschaften, hat unser Corporate Sustainability Board beschlossen.

  • Daimler Sustainability Dialogue 2014 – Ergebnisse und Teilnehmer

    „Daimler Sustainability Dialogue“ in Stuttgart am 12. und 13. November 2014

    Am 12. und 13. November 2014 fand zum siebten Mal der „Daimler Sustainability Dialogue“ in Stuttgart statt. Mehr als 100 Vertreter unter anderem aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden, Gewerkschaften sowie Anwohner und Nachbarn kamen dabei mit rund 70 Daimler-Vertretern – darunter vier Vorstandsmitglieder – zusammen.

    Ziele der jährlich stattfindenden Veranstaltung sind Austausch und Wissenstransfer, das Definieren von Handlungsfeldern sowie die gemeinsame Bearbeitung aktueller Nachhaltigkeitsfragen. In Arbeitsgruppen diskutieren die Teilnehmer Schwerpunktthemen aus Bereichen wie Umwelt, Personal, Gesellschaft und Kommunikation. Die Unternehmensvertreter von Daimler nehmen den Input der externen Teilnehmer auf, treiben gemeinsam mit den Stakeholdern unterjährig die Umsetzung der vereinbarten Ziele voran und berichten auf der Folgeveranstaltung über die erreichten Fortschritte.

    Fester Bestandteil jedes Nachhaltigkeitsdialogs sind die Workshops. Dort wird in kleinen, thematisch definierten Gruppen gearbeitet. Die Arbeitsgruppe Umweltschutz beispielsweise beschäftigte sich in diesem Jahr intensiv mit den Themen Ressourcenverbrauch und Ressourceneffizienz. Bei den Personalthemen stand der Umgang mit Werkverträgen im Mittelpunkt. Im Workshop Menschenrechte ging es unter anderem um die Frage, wie ein länderbezogenes Risikomanagement etabliert werden kann. Weitere Workshops waren dem Datenschutz (zugleich Schwerpunkt des Vorabends, siehe unten) sowie den Community Relations gewidmet. Zum ersten Mal gab es im Jahr 2014 außerdem einen Workshop zur Nachhaltigkeitskommunikation, im Blickpunkt hier: soziale Medien.

    Das Thema der Vorabendveranstaltung lautete „Vernetztes Fahren und Datenschutz“. Zu den prominenten Gästen auf dem Podium zählten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin der Justiz a. D., und Dr. Wieland Holfelder, Leiter Entwicklung bei Google Deutschland, die gemeinsam mit den Gastgebern der Veranstaltung, Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, im Vorstand verantwortlich für Integrität und Recht, und Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied für Konzernforschung & Mercedes Benz Cars Entwicklung, diskutierten. Zwei Dinge, so der Konsens des Abends, sollten bei Daimler in jedem Fall gesichert sein: die frühzeitige Berücksichtigung des Datenschutzes in der Produktentwicklung und die Selbstbestimmung des Kunden in Bezug auf seine personenbezogenen Daten.

    Schwerpunktthemen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen
    PDF-Datei (252 KB)

    Teilnehmende Organisationen (Auswahl)
    • Hochschule Pforzheim
    • IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg
    • Greenpeace Deutschland
    • Dürr AG
    • Center for International Human Rights, Northwestern University School of Law
    • VDA
    • Technische Universität Berlin
    • KD Bank
    • Südwestmetall
    • DEKRA Arbeit GmbH
    • Gemeinde Immendingen
    • Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
    • BITKOM e. V.
    • Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg
    • Human Rights Watch
    • Toll Collect GmbH
    • Robert Bosch
    • Deutsches Global Compact Netzwerk
    • Mineralölwirtschaftsverband
    • Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht
    • Südwestmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V.
    • Immendingen baut Zukunft
    • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
    • SAP SE
    • Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
    • Martin Priebe – Beratung & Organisation
    • Roa.Consult
    • Institut für angewandte Vertrauensforschung
    • Löning – Human Rights & Responsible Business
    • Hochschule Heilbronn

    Teilnehmerfeedback:
    PDF-Datei (223 KB)
    Thematische Schwerpunkte des „Daimler Sustainability Dialogue“ in Stuttgart von 2008 bis 2014 : PDF-Datei (284 KB)

Dialog an Standorten. Auch mit den Stakeholdern an unseren Standorten stehen wir im Dialog. Ein Beispiel ist unser geplantes Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen an der Donau, für das ehemalige Militärflächen umgewidmet werden. Von Anfang an haben wir hier das Gespräch mit den Menschen in der Region gesucht und ihre Anliegen aufgegriffen. 2012 wurde zudem das Daimler Forum Immendingen als Vor-Ort-Präsenz eröffnet, hier können sich die Bürgerinnen und Bürger über den Stand des Projekts informieren.

Daimler Forum Immendingen

Stakeholder-Befragung. Um möglichst viele Stakeholder-Guppen zu erreichen, führen wir regelmäßig eine offene, internationale Online-Stakeholder-Befragung durch. Zuletzt nahmen im Jahr 2013 mehr als 800 Personen und Organisationen daran teil. Ohne Beschränkung auf bestimmte Gruppen war jeder Interessierte eingeladen, die Relevanz von Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit für unser Unternehmen zu bewerten. Da die Befragungsergebnisse in den Jahren 2012 und 2013 relativ stabil blieben, haben wir beschlossen, die Stakeholder-Befragung zukünftig in einem zweijährigen Rhythmus vorzunehmen. Die nächste Erhebung findet daher 2015 statt. G4-26, G4-27

Rückkopplungen an unser Nachhaltigkeitsprogramm. Die Ergebnisse unserer offenen Stakeholder-Befragung spiegeln sich in unserer Wesentlichkeitsanalyse wider und fließen ebenso wie die Ergebnisse des „Daimler Sustainability Dialogue“ in unser Nachhaltigkeitsprogramm ein. Hier konzentrieren wir uns bewusst auf Themen, die von uns und unseren Stakeholdern als wesentlich erachtet werden. Unser Anspruch ist es, hierbei getroffene Vereinbarungen bestmöglich in überprüfbare Ziele und Initiativen zu übersetzen, die im Jahresverlauf in Kooperation mit den Stakeholdern vorangetrieben werden. G4-26, G4-27

  • Unsere Dialogformate im Überblick

      Information  Konsultation  Dialog  Partizipation 
    Zielsetzung Informationen bereitstellen, Transparenz schaffen. Zuhören, Lernen, Know-how transferieren. Meinungen austauschen, Verständnis schaffen, gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Zusammenarbeiten,
    beteiligen, gemeinsame
    Projekte lancieren.
    Zugeordnete Formate
    • Jährlicher Daimler Nachhaltigkeitsbericht
    • Blogs und Social Media
    • Intranet und interne Kommunikation
    • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    • Einblick vor Ort: Mercedes-Benz Museum, Werksführungen, Empfänge
    • Konsultation von Stakeholdern in Arbeitsgruppen
    • Externer Review von Nachhaltigkeitszielen und -bericht
    • Umfragen und Erhebungen
    • Jährlicher Daimler Sustainability Dialogue
    • Konzernweiter interner Integritätsdialog
    • Gesellschaftliche Debatten anstoßen mit speziellen Fachtagungen (2014 zu den Themen Datenschutz sowie Sponsoring)
    • Daimler Supplier Portal
    • Mitgliedschaften in Initiativen und -verbänden
    • Lokale Dialoge mit Kommunen und Anwohnern (z.B. Daimler Forum Immendingen)
    • Anlass- und projektbezogene Gespräche
    • Wesentlichkeits-
      analyse (Stakeholder
      Befragung)
    • Beirat für Integrität
      und Unternehmens-
      verantwortung
    • Kooperationen, Allianzen
    • Aktive Mitarbeit in Nachhaltigkeits-
      initiativen (UN Global Compact etc.)
  • Mitgliedschaften und Mitwirkung in Initiativen

    Name der Institution, Initiative Mitglied seit/Unterstützung seit Wirkungsbereich Gründungsgruppen und Hauptakteure Status
             
    Übergreifende Mitgliedschaften
    UN Global Compact – UN-Initiative für Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte weltweit 2000 weltweit UN-Initiative freiwillig
    Global Reporting Initiative (GRI) 2006 weltweit Gründung durch Ceres & UNEP; Unterstützung durch ein breites Netzwerk von Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Akteuren, öffentlichen Agenturen, Wissenschaftlern, Beratungsunternehmen etc. freiwillig
    KAN 2007 Deutschland Kommission Arbeitsschutz und Normung freiwillig
    World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) 2013 weltweit wurde 1992 im Vorfeld des Rio Earth Summits gegründet, mit dem Ziel, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung in der Geschäftswelt zu verankern; der WBCSD wird von seinen Mitgliedsfirmen geführt; Mitglieder sind 190 Firmen aus über 35 Ländern und 22 Sektoren, u. a. BMW, VW, Toyota, BASF, Siemens, Shell freiwillig
    Econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft 2011 Deutschland Mitglieder sind führende deutsche (insbesondere im DAX vertretene) Unternehmen und Organisationen aus unterschiedlichen Sektoren freiwillig
    Wirtschaft und Arbeit
    Global: International Chamber of Commerce (ICC) 1946 international mehr als 7.000 Mitglieder, Nationalkomitees und Gruppen in über 90 Ländern freiwillig
    Deutschland: ME Gesamtmetall e.V.    Deutschland Dachverband der regionalen Metallarbeitgeberverbände in Deutschland freiwillig
    Deutschland: Südwestmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. 1948 Deutschland Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg freiwillig
    Deutschland: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)   Deutschland Zusammenschluss privater Arbeitgeber freiwillig
    Deutschland: Bundesv erband der Deutschen Industrie (BDI)   Deutschland Spitzenverband der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister in Deutschland, spricht für 38 Branchenverbände freiwillig
    Deutschland: Verband der Automobilindustrie (VDA) 1954 Deutschland im VDA sind über 600 Unternehmen organisiert, die innerhalb der Bundesrepublik Deutschland in der Produktion für die Automobilindustrie tätig sind; als Vertreter dieser Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft steht der VDA in regem Dialog mit Industrie, Öffentlichkeit, Politik und Kunden freiwillig
    Deutschland: Berlin Center of Corporate Governance e.V.  2002 Deutschland Technische Universität Berlin freiwillig
    Deutschland: AmCham Germany 1950 Deutschland Netzwerk deutscher und amerikanischer Unternehmen mit Präsenz in Deutschland freiwillig
    Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) 1970 Deutschland Gründungsgruppe: gemeinnütziger Verein mit der Zielsetzung, das Personalmanagement in Praxis, Forschung und Lehre zu fördern, rund 2.000 Mitglieder: 1.750 Unternehmen sowie 250 Einzelmitglieder freiwillig
    Deutschland: Deutsches Aktieninstitut (DAI) 1967 Deutschland Verband der börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften und Institutionen  freiwillig
    Deutschland: Deutscher Investor Relations Verband e.V. (DIRK)   Deutschland Deutscher Berufsverband für Investor Relations (IR) freiwillig
    Berufsgenossenschaft Holz & Metall*   Deutschland gesetzlicher Unfallversicherungsträger gewählt
    Europa: AmCham EU 2003 EU Netzwerk europäischer und amerikanischer Unternehmen mit Präsenz in Europa freiwillig
    Europa: European Automobile Manufacturers Association (ACEA) 1974 EU ACEA repräsentiert die Interessen der 18 europäischen Automobil-, Lkw- und Bushersteller auf EU-Ebene freiwillig
    Europa: Business Europe (BE)   EU Mitgliedschaft von 41 zentralen Industrie- und Arbeitgeberverbänden aus 35 Ländern freiwillig
    USA: National Association of Manufacturers (NAM)   USA nationaler Herstellerverband in den USA, repräsentiert Hersteller aus allen Industriesektoren in allen 50 Staaten  freiwillig
    USA: Alliance of Automobile Manufacturers (AAM)   USA Verband der Automobilhersteller freiwillig
    USA: US Chamber of Commerce   USA Handelskammer der USA, repräsentiert Unternehmen, Wirtschaftszusammenschlüsse, staatliche und regionale Kammern und die amerikanische Handelskammer international freiwillig
    USA: Automotive Industry Action Group (AIAG) 1998 USA/global Initiative der US-Automobilhersteller, um Standardisierungen und Lösungen durch die gesamte Lieferkette voranzutreiben freiwillig
    Japan: Japan Automobile Importers Association (JAIA)    Japan Verband der japanischen Automobilhersteller freiwillig
    International Association of Public Transport (UITP) 2009 international internationales Netzwerk für Behörden und Betreiber im öffentlichen Verkehr, politische Entscheidungsträger, wissenschaftliche Institute und der Zulieferer- und Dienstleistungsindustrie im öffentlichen Verkehr; das Netzwerk hat ca. 3.400 Mitglieder in 92 Ländern freiwillig
    USA: Business Civic Leadership Center (BCLC)   USA das Business Civic Leadership Center (BCLC) ist eine gemeinnützige Tochter der US-Handels­kammer, des größten Industrieverbandes der Welt; BCLC ist die Einrichtung und die Stimme der Handelskammer, wenn es um soziale und philantropische Belange von Unternehmen geht freiwillig
    Umweltschutz
    Brennstoffzellen- und Batterie-Allianz Baden-Württemberg (BBA-BW) 2001 Deutschland Kompetenznetzwerk für Brennstoffzellen-, Batterie- und Wasserstofftechnologie freiwillig
    Clean Energy Partnership (CEP) 2002 Deutschland größtes Demonstrationsprojekt für Wasserstoffmobilität in Europa und Leuchtturmprojekt des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) im Verkehrsbereich; seit 2008 wird die CEP durch das Bundesverkehrsministerium gefördert; Partner der CEP sind Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie große Automobilhersteller und zwei führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs freiwillig
    e-mobil Baden-Württemberg 2007 Deutschland Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg; zentrale Anlauf- und Beratungsstelle des Landes für alle Belange rund um das Thema Elektromobilität freiwillig
    Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V. (EUGT) 2008 Deutschland Vereinigung zur Erforschung verkehrsbedingter Emissionen und Immissionen auf Umwelt und Gesundheit des Menschen; gegründet wurde die EUGT von BMW, Daimler, Volkswagen und Bosch freiwillig
    H2 Mobility 2009 Deutschland gemeinsame Initiative führender Industrieunternehmen, die durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert wird und sich für die Kommerzialisierung von Wasserstoff als Kraftstoff sowie für den Aufbau einer flächendeckenden Wasser­stoff­infrastruktur in Deutschland einsetzt; Partner der H2 Mobility sind Daimler, Toyota, BMW, VW, Hyundai, Nissan, Opel/GM, Air Liquide, EnBW, Linde, OMV, Shell, Total, Vattenfall, Siemens, Intelligent Energy und die NOW freiwillig
    Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) 2006 Deutschland strategische Allianz von Bund, Industrie und Wissenschaft zur Unterstützung der Marktvorbereitung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendungen in Deutschland freiwillig
    Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) 2008 Deutschland verantwortlich für die Koordination und Steuerung des Nationalen Innovations­programms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP)  freiwillig
    Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES) 1999 Deutschland Initiative von Automobilunternehmen und Energieunternehmen, die von der Bundesregierung durch das BMVBS unterstützt wird freiwillig
    World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland 1974 Deutschland WWF freiwillig
    Cross-border Mobility for EVs (CROME) 2011 EU Entwicklung und Erprobung eines neuen Mobilitätskonzeptes in Form eines Flottenversuchs mit Elektrofahrzeugen in der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich; Ziel ist es, Antworten auf Fragestellungen und Empfehlungen zum europäischen Standardisierungsprozess der Elektromobilitätsinfrastruktur sowie dienstleistungen geben zu können freiwillig
    Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) 2008 EU Private-Public-Partnerschaft, Mitglieder sind die Europäische Kommission, die Vertreter der Brennstoff- und Wasserstoffindustrie und der Forschungsgemeinschaft freiwillig
    Green e-Motion 2011 EU länderübergreifende Initiative zur Förderung der Elektromobilität in Europa; in ausgewählten europäischen Modellregionen sammeln die beteiligten Industrie- und Automobilunternehmen, Stromversorger, Stadtverwaltungen und Universitäten sowie Prüf- und Forschungseinrichtungen Erfahrungen mit der Elektromobilität mit dem Ziel, einen reibungslosen, grenzüberschreitenden Verkehr mit Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr zu realisieren freiwillig
    H2moves Scandinavia 2010 EU Zusammenschluss von europäischen Unternehmen aus den Bereichen Infrastruktur und Automobil, knüpft an bestehende H2-Initiativen in Europa an, an denen Daimler bereits seit mehreren Jahren aktiv beteiligt ist; Ziel des Projektes ist es, die Kundenakzeptanz für Brennstoffzellenfahrzeuge zu erreichen und zu stärken freiwillig
    NGVA (Natural and bio Gas Vehicle Association) Europe 2009 EU europäische Vereinigung, die die Hersteller von Erdgasfahrzeugen (NGV) vertritt; dazu gehören auch Zulieferer und Vertreiber von Erdgas und Biogas, Hersteller von OEM-Fahrzeugen und Teilen, die für Fahrzeuge oder Tankstellen verwendet werden, sowie nationale Vereinigungen mit Bezug zu NGV und sonstige NGV-Unterstützer freiwillig
    Business Environmental Leadership Council (BELC)   USA Zusammenschluss von Unternehmen, die sich für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen; repräsentiert verschiedene wirtschaftliche Sektoren  freiwillig
    CALSTART   USA Konsortium der Transporttechnologien freiwillig
    California Fuel Cell Partnership (CaFCP) 1999 USA gemeinschaftliches Unternehmen öffentlicher Behörden Kaliforniens (USA), verschiedener Automobilhersteller, die an Brennstoffzellenfahrzeugen forschen, sowie einiger weiterer interessierter Seiten wie etwa Tankstellenketten und Bundesbehörden der USA freiwillig
    Diesel Technology Forum (DTF)   USA repräsentiert Unternehmen aus der Dieselindustrie, Motoren- und Gerätehersteller, Komponentenhersteller, Brennstoffhersteller, Hersteller von Emissionskontrolltechnologien freiwillig
    Electric Drive Transportation Association (EDTA)   USA Industrieverband, Mitgliedschaft verschiedener multinationaler Unternehmen  freiwillig
    Fuel Cell and Hydrogen Energy Association (FCHEA)   USA Mitglieder aus der gesamten Zulieferkette der Brennstoff- und Wasserstoffindustrie freiwillig
    Health Effects Institute 1992 USA unabhängige Forschungsorganisation, unterstützt von der US-Umweltschutzbehörde und der Automobilindustrie  freiwillig
    National Biodiesel Board (NBB)   USA nationaler Handelsverband der Biodieselindustrie, koordinative Funktion für Forschung und Entwicklung freiwillig
    Gesellschaft und Soziales
    SAFRI – Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft   südliches Afrika gegründet 1996 durch den Afrika-Verein, BDI, DIHK freiwillig
    Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) 1955 Deutschland Mitgliedschaft wird Einzelpersonen, diplomatischen Vertretern, Unternehmen, Medien angeboten  freiwillig
    Atlantik-Brücke e.V. 2001 Deutschland, USA 500 Mitglieder aus der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und den Medien  freiwillig
    Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V. 2004 international Initiative von Andrew Young (ehemaliger US-Botschafter bei der UN) und Hans-Dietrich Genscher, unterstützt von Personen aus der Politik, Wissenschaft, religiösen Organisationen und Unternehmen  freiwillig
    Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) inklusive Forum Compliance & Integrity 1990 Deutschland mehr als 600 Mitglieder, DNWE ist der deutsche Ableger der European Business Ethics Network (EBEN) freiwillig
    Transatlantic Policy Network (TPN) 1993 Deutschland, USA überparteiische Gruppe von EU- und US-Politikern, Geschäftsführern, Thinktanks und Wissenschaftlern freiwillig
    European School of Management and Technology in Berlin 1968 Deutschland 2002 durch die Initiative von 25 deutschen Unternehmen und Verbänden gegründet, Unterstützung durch diverse Unternehmen freiwillig
    Carl-Duisberg Gesellschaft e.V. (CDG), Berlin   Deutschland die Carl Duisberg Centren bilden einen Verbund unter dem Dach der Carl Duisberg Centren gemeinnützige GmbH freiwillig
    Deutsch-Amerikanisches Zentrum James-F.-Byrnes-Institut (DAZ), Stuttgart 2000 Deutschland Träger ist der Verein Deutsch-Amerikanisches Zentrum/James-F.-Byrnes-Institut e.V., in dem neben offiziellen Institutionen wie dem Land Baden-Württemberg, der Landeshauptstadt Stuttgart, den Universitäten Hohenheim und Stuttgart und den Fachhochschulen auch deutsch-amerikanische Organisationen, die amerikanische Botschaft in Berlin, korporative Mitglieder und Privatpersonen vertreten sind freiwillig
    Transparency International (TPI) 2000 international zivilgesellschaftliche Organisation mit Arbeitsschwerpunkt der Korruptionsbekämpfung, ca. 90 nationale Ableger freiwillig
    Verband der Betriebs- und Werksärzte in Deutschland e.V. (VDBW)   Deutschland Berufsverband deutscher Arbeitsmediziner, rund 3.000 ärztliche Mitglieder freiwillig
    Deutsche AIDS-Stiftung   Deutschland Stiftung des bürgerlichen Rechts; unterstützt durch Stifter, Zustifter, Unternehmen, Verbänden, Medien, prominente Förderer freiwillig
    Netzwerk Unternehmen für Gesundheit e.V.   Deutschland, USA Initiative einiger großer Unternehmen und des BKK Bundesverbandes GbR; Mitglieder sind Unternehmen, Verwaltungen und Körperschaften freiwillig
    Corporate Activity / Netzwerk Sport und Gesundheit Großunternehmen 2000 Deutschland Netzwerk von Großunternehmen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und Sport freiwillig
    PG III "Impfmanagement im Rahmen der ArbMedVV" des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) 2011 Deutschland Weiterentwicklung des Impfmanagements im Rahmen der ArbMedVV freiwillig
    Gesellschaft für Nephrologie 2003 Deutschland Berufsverband deutscher Nephrologen freiwillig
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1998 Deutschland Berufsverband deutscher Internisten freiwillig
    Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD) 1992 Deutschland gemeinnütziger Verein zur Förderung von Datenschutz und Datensicherheit mit über 2.000 (meist Firmen-)Mitgliedern freiwillig
    Deutsche Gesellschaft für Recht und Informatik (DGRI)   Deutschland Beschäftigung mit den Voraussetzungen und den Folgen der Informationstechnik in Recht, Wirtschaft und Verwaltung freiwillig
    AWV Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. 1966 Deutschland   freiwillig
    European Privacy officers Forum (EPOF) 2002 Luxemburg   freiwillig
    Akademie für Reisemedizin (crm) 2010 Deutschland Diskussionsforum zur Optimierung der Struktur der reisemedizinischen Weiterbildung freiwillig
    Bundesfachverband Betriebliche Sozialarbeit bbs-e.V.   Deutschland Berufsverband betriebliche Sozialberater Deutschland, Österreich, Schweiz freiwillig
    Charta der Vielfalt e.V 2011 Deutschland Gründungsunternehmen der Charta der Vielfalt freiwillig
    Catalyst 2011 Europa Beratungsunternehmen seit 1962 auf dem Gebiet der Organisationsentwicklung und Genderforschung freiwillig
    EWMD (Europeam Women Management Development) 2006 Europa Netzwerk Frauen in Führungspositionen freiwillig
    Global Summit of Women 2007 weltweit globales Netzwerk von Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft freiwillig
    Conference Board 2014 weltweit Das Conference Board ist eine globale unabhängige Firmenmitgliedschaft und Forschungsgesellschaft, die mit Blick auf das öffentliche Interesse arbeitet. Das Ziel ist es, führenden Organisationen praktisches Know-how zur Verfügung zu stellen, um die eigene Performance und den gesellschaftlichen Mehrwert zu steigern. freiwillig
    Frauen in die Aufsichtsräte e.V. (FidAR) 2010 Deutschland FidAR fordert Maßnahmen, um den Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Kapitalgesellschaften deutlich zu steigern und den Frauenanteil im Top-Management zu erhöhen. freiwillig
    Verkehrssicherheit
    Europäischer Verein für Unfallforschung und -analyse 2004 EU Zusammenschluss von Experten im Bereich der Unfallforschung und Rekonstruktion  freiwillig
    Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. 1969 Deutschland ca. 220 Mitglieder, u. a. die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und Bundesländern, gesetzliche Unfallversicherungsträger, Deutsche Verkehrswacht, Automobilclubs, Automobilhersteller, Personen­beförderungs­unternehmen, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, Kirchen und sonstige Institutionen freiwillig
    Deutsches Verkehrsforum e.V. 1992 Deutschland mehr als 160 Mitglieder; die 21 Präsidiumsmitglieder sind Vertreter aus der Wirtschaft freiwillig
    Governors Highway Safety Association   USA repräsentiert nationale und regionale Behörden, die für Verkehrssicherheit verantwortlich sind freiwillig
    FISITA - International Federation of Automotive Engineering  Societies   international  FISITA (International Federation of Automotive Engineering Societies) ist der Automobilweltverband; die Mitgliedsverbände aus 37 Ländern tauschen sich im Rahmen der FISITA über technisches Wissen in den Bereichen Fahrzeugdesign und produktion aus freiwillig
    EUCAR - European Coucil for Automotive R&D   EU industrieller Zusammenschluss, getragen durch seine Mitglieder, die 14 größten europäischen Automobil-, Lkw- und Bushersteller freiwillig
    DIN Deutsches Institut für Normung e.V.   Deutschland das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) bietet allen Interessierten die Plattform zur Erarbeitung von Normen und Standards als Dienstleistung für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft; das DIN ist privatwirtschaftlich organisiert mit dem rechtlichen Status eines gemeinnützigen Vereins freiwillig
    VDA (FAT – Forschungsvereinigung Automobiltechnik)   Deutschland in der FAT haben sich alle deutschen Pkw- und Nfz-Hersteller sowie zahlreiche Zulieferer zusammengeschlossen, um dort unter dem Dach des VDA vorwettbewerblich und gemeinschaftlich zu forschen freiwillig
    Institut für Fahrzeugkonzepte des DLR   Deutschland das Institut für Fahrzeugkonzepte erforscht innovative Fahrzeugkonzepte für künftige Fahrzeuggenerationen auf Straße und Schiene am DLR-Standort Stuttgart freiwillig
    acatech e.V.   Deutschland die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ist die erste nationale Wissenschaftsakademie Deutschlands; acatech vertritt die Technikwissenschaften im In- und Ausland; die Akademie berät Politik und Gesellschaft in technikbezogenen Zukunftsfragen; das Ziel: nachhaltiges Wachstum durch Innovation freiwillig
    Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGsv)   Deutschland Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft entsenden insgesamt über 2.100 Mitarbeiter freiwillig

Wesentlichkeitsanalyse

Unser Nachhaltigkeitsprogramm 2020

G4-26, G4-27

Politischer Dialog und Interessenvertretung. Unsere Grundsätze für politischen Dialog und Lobbying bilden die Basis für eine verantwortungsbewusste und ethisch einwandfreie Lobbyarbeit. Dazu zählt etwa die Neutralität im Umgang mit politischen Parteien und Interessenvertretungen.

Gesellschaftliche Erneuerungsprozesse sind häufig mit politischen Weichenstellungen verbunden, die die längerfristige strategische Ausrichtung unseres Unternehmens berühren. Um für uns mehr Planungssicherheit zu schaffen und unsere Ideen in diese Veränderungsprozesse einzubringen, sprechen wir mit politischen Entscheidungsträgern über Themen wie CO2-Regularien, Fahrzeugsicherheit, neue Mobilitätskonzepte oder Elektromobilität. Handelspolitik, standortspezifische Fragestellungen sowie die Bildungs- und Personalpolitik sind weitere Schwerpunktthemen. Unsere eigenen Positionen zu Fragestellungen in den Bereichen Umwelt, Energie, Verkehr und Wirtschaft fassen wir jährlich anlässlich der Internationalen Automobilausstellung in einer Broschüre zusammen, abwechselnd mit Fokus auf Pkw- oder Nutzfahrzeugthemen. Seit 2013 machen wir diese Broschüre einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Unsere Positionen stehen im Einklang mit erklärten Grundsätzen, Nachhaltigkeitszielen oder öffentlichen Positionen unseres Unternehmens. Angesichts bestehender Zielkonflikte zwischen den Dimensionen der Nachhaltigkeit sind unterschiedliche Akzentsetzungen möglich.

Der Bereich Politik und Außenbeziehungen der Daimler AG ist die zentrale Koordinierungsstelle für den Dialog mit der Politik auf nationaler wie internationaler Ebene. Rund 60 Personen arbeiten in diesem weltweiten Netzwerk mit Büros in Berlin, Brüssel, Peking, Stuttgart und Washington und koordinieren über 30 weitere Konzernrepräsentanzen in wichtigen Märkten. Ein unternehmensweites „Register für angemeldete Lobbyisten“ stellt zudem sicher, dass die politische Interessenvertretung im Einklang mit geltenden Vorschriften und ethischen Standards steht. Eine solche Registrierung dient auch der Erfüllung von bestehenden Registrierungspflichten öffentlicher Einrichtungen.