Strategischer Ansatz

Als weltweit tätiger Automobilhersteller stehen wir bei der Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsanspruchs vor spezifischen Herausforderungen. Sie ergeben sich aus den sozialen und ökologischen Auswirkungen unserer Unternehmenstätigkeit sowie aus den Rahmenbedingungen, innerhalb derer wir agieren. Aus dem Umgang damit erwachsen Chancen für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Zugleich sind wir gefordert, Risiken frühzeitig zu erkennen und anzugehen:

  • Wir bekennen uns zu rechtlichen ebenso wie zu ethischen Standards und müssen sicherstellen, dass diese Standards eingehalten werden – weltweit und auch von unseren Geschäftspartnern und Lieferanten.
  • Straßenverkehr ist ein Mitverursacher von CO2- und Schadstoffemissionen. Als Automobilhersteller setzen wir uns für nachhaltige Mobilitätslösungen ein und beweisen unsere Innovationskraft in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenschutz sowie Sicherheit.
  • Mit unseren betrieblichen Prozessen, vor allem in der Fahrzeugproduktion, sind Umweltauswirkungen verbunden, die wir durch ein konsequentes Umweltmanagement so gering wie möglich halten.
  • Als Arbeitgeber tragen wir Verantwortung für faire und attraktive Arbeitsbedingungen von fast 280.000 Beschäftigten weltweit.
  • Als „Unternehmensbürger“ wollen wir über unsere Geschäftstätigkeit hinaus zum Gemeinwohl beitragen und dabei unsere besonderen Kompetenzen einbringen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und unsere selbst gesetzten Nachhaltigkeitsziele systematisch anzugehen, haben wir eine konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Sie ist eingebettet in unsere Unternehmensstrategie, die auf den vier Grundwerten Begeisterung, Disziplin, Wertschätzung und Integrität fußt. Nachhaltigkeit ist in diesem Zielsystem als Grundprinzip auf der Ebene der Umsetzung verankert. Das heißt: Nur wenn wir in allen Geschäftsprozessen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft berücksichtigen und ökonomische Zielsetzungen mit ökologischen und sozialen Anforderungen verbinden, können wir nachhaltig profitabel sein und die gesellschaftliche Akzeptanz („licence to operate“) unserer Unternehmenstätigkeit bewahren.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie hat sechs Handlungsschwerpunkte („Verantwortungsdimensionen“), denen relevante Handlungsfelder zugeordnet sind. Diese haben wir mit Zielen und Zielindikatoren verbunden. Alle Ziele zusammen formen unser mittel- bis langfristiges „Nachhaltigkeitsprogramm 2020“, an dem wir uns selbst messen, aber uns auch von außen messen lassen wollen. Eine Hauptaufgabe der Querschnittsdimension Managementverantwortung ist es, das der Strategie zugeordnete Programm systematisch zu steuern und dessen Ziele nachprüfbar umzusetzen.

Verantwortungsdimensionen und wesentliche Handlungsfelder der Daimler-Nachhaltigkeitsstrategie

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Bei der Identifikation der Handlungsfelder, denen eine besondere Relevanz zukommt, berücksichtigen wir die Sicht unseres Unternehmens ebenso wie die Perspektive unserer Stakeholder, zu denen neben Mitarbeitern, Kunden, Aktionären und Lieferanten auch Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen sowie eine Vielzahl weiterer Anspruchsgruppen gehören. Eine Priorisierung der Handlungsfelder nehmen wir in regelmäßigen Abständen mithilfe einer mehrstufigen Wesentlichkeitsanalyse vor. Auch hierbei und bei der damit verbundenen Fortschreibung und eventuellen Korrektur unserer Nachhaltigkeitsstrategie kommt dem kontinuierlichen Dialog mit unseren Stakeholdern eine wichtige Funktion zu.

Wesentlichkeitsanalyse

Stakeholder-Dialog