Gewässerschutz

Es ist unser Ziel, Verunreinigungen von Gewässern zu vermeiden. Den Verbrauch der natürlichen Ressource Wasser halten wir so gering wie möglich, insbesondere in Ländern mit trockenem Klima.

Wasserverbrauch
Wasserverbrauch

Die große Mehrzahl unserer Werke leitet ihre Abwässer nicht direkt in Gewässer ein, sondern nach entsprechender Vorbehandlung über die öffentliche Kanalisation in kommunale Kläranlagen. Detaillierte Angaben zu den verschiedenen Abwasserparametern finden sich in den Umwelterklärungen unserer nach EMAS zertifizierten Werke.

  • Abwasserfreie Fabrik

    Fabrik ohne Abwasser

    Um die kostbare Ressource Wasser zu schonen und den besonderen Anforderungen an das Wassermanagement in der Region Rechnung zu tragen, folgt unser neues Werk im südindischen Chennai einer „Zero Discharge Policy“. Jeder Tropfen Wasser wird über ein komplexes System von Rohrleitungen, Pumpen, Filtern und Verdampfern im Kreis geführt und immer wieder aufbereitet. Nicht ein einziger Tropfen verlässt das Werk über ein Abwasserrohr.

    Neben „Zero Discharge“ ist unser Ziel in Chennai auch, den natürlichen Wasserhaushalt weitestgehend unangetastet zu lassen. Der größte Teil des in der Produktion benötigten Wassers stammt aus eigenen Brunnen. Um diese Wasserentnahme auszugleichen, haben wir die Regenfallrohre der Dachflächen an Sickerschächte angeschlossen. So wird unbelastetes Regenwasser direkt ins Grundwasser zurückgeführt. Die bei Monsunregen auf dem Werksgelände anfallenden größeren Wassermengen speichern wir in einem eigens angelegten Teich. Überdies sorgen spezielle Rückhaltevorrichtungen dafür, dass im Fall eines Brandes kein kontaminiertes Löschwasser in das Grund- oder Oberflächenwasser gelangen kann.
  • Umwelterklärungen der Werke

    Über die Zertifizierung der Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 hinaus beteiligen sich alle deutschen Produktionsstandorte der Daimler AG sowie die Standorte Neu-Ulm und Mannheim der EvoBus GmbH, der im französischen Hambach gelegene smart Produktionsstandort und das neue Werk im ungarischen Kecskemét freiwillig am europäischen Öko-Audit-System (EMAS).

    Die von unabhängigen Gutachtern validierten Umwelterklärungen dieser Standorte geben Auskunft über alle wichtigen standortbezogenen Umweltdaten, Umweltziele und Maßnahmen sowie den jeweiligen Stand der Umsetzung.

    Alle drei Jahre werden Umwelterklärungen veröffentlicht. In der Zwischenzeit erstellen wir für die jährliche Umweltstatistik „aktualisierte Umwelterklärungen“. Letztere dienen auch der Berichterstattung darüber, inwieweit das Umweltprogramm umgesetzt und Änderungen im Umweltmanagementsystem vorgenommen wurden. Für die einzelnen Standorte gelten unterschiedliche Termine zur Vorlage von Umwelterklärungen.

    Alle Umwelterklärungen unserer Werke finden Sie hier.
  • Gewässerschutz durch Bodenfilter

    Bepflanzte Bodenfilter reinigen Oberflächenwasser

    An Industriestandorten können sich im Regenwasser, das über Dächer und Verkehrswege abfließt, Schadstoffrückstände ansammeln. Damit Boden und Gewässer darunter nicht leiden, müssen ab 2015 die verschärften Grenzwerte der neuen Wasserrahmenrichtlinie eingehalten werden. Unser Werk Bremen hat deshalb ein Forschungsprojekt gestartet. Gemeinsam mit dem Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien der Universität Bremen untersuchen unsere Fachleute, wie wirkungsvoll sich das Niederschlagswasser mithilfe neuartiger Bodenfilter reinigen lässt.

    Dazu wurde im Herbst 2012 zunächst ein etwa 100 Quadratmeter großer Bodenfilter angelegt, mit Sumpfgewächsen bepflanzt und mit Mykorrhiza-Pilzen besiedelt, die mit den Pflanzen in Symbiose leben. Im Innern des Filters durchströmt das Wasser verschiedene Schichten aus Sand, Silikatkoloid und Struktur-Kompost. Dabei wird es auf mechanische und chemisch-physikalische Weise gereinigt, während die Bepflanzung den biologischen Abbau von Schadstoffen fördert.

    Um außerdem die Wirkung von Pflanzenkohle zu erproben, setzte man diese in einem Teil der Anlage zusätzlich bei. Pflanzenkohle erhöht das Vermögen des Bodens, Wasser zu speichern. Außerdem fördert sie das Wachstum von Pilzen, adsorbiert viele Schadstoffe, unterstützt die Mikroflora und verbessert die Bodendurchlüftung.

    Im März 2014 begann nun die zweite Phase des Projekts. Es wurden drei jeweils etwa einen Kubikmeter fassende Lysimeter aufgestellt, deren Aufbau dem des Bodenfilters entspricht. Mithilfe dieser Messanlagen will man bis 2016 untersuchen, ob durch die Beimischung von Pflanzenkohle tatsächlich mehr Schadstoffe zurückgehalten werden. Hinzu kommen Laboranalysen laufender Wasser- und Bodenproben an verschiedenen Standorten im Werk – von den Zu- und Abläufen des Bodenfilters und der Lysimeter über Rückhaltebecken und Teiche bis hin zu den Abflüssen der Dächer und Verkehrswege.

    Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden auf andere, ähnliche Gewerbestandorte übertragbar sein und sollen in Fachzeitschriften veröffentlicht werden.