Logistik und Mitarbeiterverkehr

Der Zu- und Auslieferverkehr unserer Werke sowie die Arbeitswege unserer Mitarbeiter schlagen sich mit Emissionen, Lärm und Ressourcenverbrauch in unserer Umweltbilanz nieder. Durch eine effiziente Logistik sowie die Nutzung von Bahn und Binnenschiffsverbindungen begrenzen wir die Umweltauswirkungen dieser Transporte auf ein Minimum. Dienstreisen ersetzen wir, wo immer möglich und sinnvoll, durch Telefon-, Video- oder Onlinekonferenzen. Mitarbeiter an den Standorten Sindelfingen und Stuttgart erhalten verbilligte Jahrestickets für den öffentlichen Nahverkehr. Lieferungen per Lkw zu unseren deutschen Werken, in das ungarische Kecskemét und in das spanische Vitoria erfassen wir zentral. Auf der Basis von Tonnage und Lkw-Kilometern können die CO2-Emissionen näherungsweise bestimmt werden.

  • Optimierung der Transportlogistik

    Weltweit stellen wir heute immer mehr Fahrzeuge vor Ort in den jeweiligen Absatzmärkten her. Dadurch erhöht sich die Zahl unserer Werke wie auch die der Produktionsstandorte von Lieferanten. Ebenso nimmt die Produktvielfalt zu. Damit wird unser logistisches Netz immer komplexer.

    Unsere globale Transportlogistik bedient heute circa 75 Produktionswerke in circa 30 Ländern und etwa 8.500 Händler fast überall in der Welt. 2013 haben wir weltweit rund 1,9 Millionen Fahrzeuge transportiert. Zudem wurden allein in Europa rund 9,5 Millionen Tonnen Produktionsmaterial und 1,7 Millionen Tonnen Ersatzteile transportiert. Das weltweite Transportvolumen lag bei rund 230.000 Standardcontainern Seefracht, etwa 41.000 Tonnen Luftfracht und 25.000 Tonnen Expresspakete. Um die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren, arbeiten wir mit Hochdruck an der Optimierung des Logistiknetzes. Dabei geht es vor allem darum, die Knotenpunkte optimal miteinander zu verbinden, sodass zurückgelegte Strecken verkürzt und die Auslastung verbessert werden können. Zudem spielen innovative Transportkonzepte und neue Transportmittel eine wichtige Rolle.

    Bei der Auswahl von Logistikkonzepten legen wir neben den Kosten, der Laufzeit und der Transportqualität inzwischen auch den CO2-Ausstoß zugrunde. Ebenso ziehen wir bei der Auswahl von Logistikdienstleistern verschiedene Nachhaltigkeitskriterien heran. Dazu zählen zum Beispiel Umweltzertifikate, der Einsatz von umweltschonendem Equipment, Nachweise über die Reduzierung von CO2-Emissionen, Fahrertrainings für umweltschonendes Fahren sowie Innovationen für mehr Nachhaltigkeit. Auch fordern wir den Einsatz emissionsarmer Lkw nach der neuesten Euro-Norm.

    In zahlreichen Projekten arbeiten wir mit Hochdruck an weiteren Verbesserungen. Einige Beispiele aus dem Jahr 2014:
    • Im Rahmen des Projekts „HUB-Nord/Süd“ für den Bahntransport von Fahrzeugen konnten wir den CO2-Ausstoß um rund 4.400 Tonnen pro Jahr reduzieren.
    • Den Rücktransport leerer Container, in denen zuvor Produktionsmaterial von Europa nach Südafrika transportiert wurde, konnten wir erheblich verringern. Wir nutzen die Container nun, um in Südafrika hergestellte Fahrzeuge nach Europa zu befördern. Dabei ermöglicht es der Einsatz eines speziellen Racks, drei statt nur zwei Fahrzeuge pro Container zu verladen.
    • Fahrzeuge aus Südafrika gelangten bisher über Bremerhaven auch nach Südeuropa. Jetzt können sie direkt dorthin verschifft werden. Dadurch entfallen künftig rund 856.000 Lkw-Kilometer pro Jahr für die erste Projektstufe. Indem wir Ladungsträger nach einem neuen Konzept werksübergreifend nutzen, können Materiallieferanten nunmehr vom jeweils optimal gelegenen Daimler-Standort aus mit leeren Ladungsträgern versorgt werden. Allein hierdurch wurden 2014 rund 2.300 Tonnen CO2 weniger emittiert.
    Weltweite Transportströme 2014 Inbound-Logistik in Seefrachtcontainer

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Lkw-Zulieferung Deutschland und Vitoria, Spanien und Kecskemét (Ungarn)
  2010 2011 2012 2013 2014
Lkw-Kilometer in Mio. km 135 159 166 173 218
Beförderte Tonnen in Mio. t 3,7 4,4 4,4 4,3 4,9
CO2-Emissionen in 1.000 t 101 119 133 139 171

 

CO2-Emissionen aus Dienstreisen (ausgehend von Deutschland)
  2010 2011 2012 2013 2014
in 1.000 t          
Zug 0,7 0,8 0,9 0,8 0,8
Flugzeug 51,3 66,4 72,4 73,2 80,0