Naturschutz, Boden und Biodiversität

Unsere Produktionswerke umfassen eine Fläche von insgesamt rund 5.200 Hektar. 65 Prozent davon sind durch Gebäude oder Verkehrsflächen versiegelt. Da Boden ein begrenztes öffentliches Gut ist, nutzen wir Flächen möglichst effizient, etwa durch eine mehrstöckige, dichte Bebauung. Außerdem gestalten wir offene Flächen innerhalb unserer Werke nach Möglichkeit so, dass sie einheimischen Pflanzen und Tieren als Lebensraum dienen können. Damit lässt sich selbst inmitten von Industriearchitektur zur Erhaltung der Biodiversität beitragen. Zum Beispiel haben Wanderfalken an Kaminen unserer Werke Wörth und Sindelfingen eine neue Heimat gefunden. Und im Werk Tuscaloosa sorgen eine natürliche Vegetation und Biber mit ihren Dämmen für die Rückhaltung und Vorklärung von Regenwasser. Wegen der Art der Flächennutzung sowie der Lage unserer Werke vornehmlich in Industriezonen sind keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf gefährdete Arten zu erwarten.

Biodiversitätsindex. Um die Wirkung unserer Aktivitäten besser messen zu können, haben wir eine Biodiversitätskennzahl entwickelt, die wir in mehreren Werken auf ihre Praxistauglichkeit testen. Sie kategorisiert betriebseigene horizontale und vertikale Flächen nach ihrer ökologischen Wertigkeit. Anhand der Kennzahl können wir uns in unseren werksspezifischen Umweltprogrammen entsprechende Ziele setzen und erreichte Entwicklungen klar bewerten.

  • Mehr zum Biodiversitätsindex

    Biodiversitätsindex zeigt den ökologischen Wert naturnaher Flächen

    Seit Jahren schon gestalten wir nicht bebaute Flächen an unseren Standorten möglichst naturnah, sodass sie gefährdeten Pflanzen- und Tierarten Rückzugsräume bieten. Um unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet noch besser managen und ihre Wirkung durch einen Wettbewerb zwischen den Standorten stärken zu können, haben wir 2013 den Biodiversitätsindex (BIX) entwickelt.

    Der BIX basiert auf einer 5-stufigen Skala, anhand derer jede einzelne unversiegelte Teilfläche eines Werks bewertet und nach ihrer ökologischen Bedeutung gewichtet wird. Inzwischen haben wir das Verfahren bereits an sechs unterschiedlich großen Standorten erprobt, darunter auch das Werk Bremen, wo 2014 ein BIX erstellt wurde. Das Ergebnis ist eine erste ökologische Flächenbewertung unserer Werke. Auf dieser Basis können künftig Veränderungen und Trends festgestellt werden.

    In der Abbildung lassen sich die Größenverhältnisse an der unterschiedlichen Breite der Balken ablesen. Der jeweilige Indexwert ist ganz unten notiert.
     
    Ökologische Grünflächenwertigkeiten (Flächen in m)
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Boden und Grundwasser. Verunreinigungen von Boden und Grundwasser schließen wir nach Möglichkeit bereits im Vorfeld aus. Ein interner Leitfaden gibt für alle Standorte Mindeststandards zum Umgang mit Boden- und Grundwasserverunreinigungen vor. Die Anforderungen gehen häufig über die lokalen gesetzlichen Vorgaben hinaus. Ihre Einhaltung wird auch im Rahmen unserer weltweiten Audits überprüft. 2014 waren keine nennenswerten Unfälle mit Schädigungen von Boden oder Grundwasser zu verzeichnen.

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